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Pflegegrade

Welche Pflegegrade gibt es?

Aus den 3 Pflegestufen wurden zum 01.01.2017 fünf Pflegegrade. Die Pflegegrade 2 bis 5 sind „vollwertige Pflegegrade“, wohingegen es beim Pflegegrad eins deutlich weniger Leistungen gibt.

Wie werden die Pflegegrade berechnet?

Anstatt nach Minuten Pflegezeit, wie es noch bis Ende 2016 der Fall war, wird nun nach einem Punktesystem gearbeitet. Doch dieses neue System zur Berechnung der neuen Pflegegrade ist nicht gerade einfach.

Voraussetzung für Pflegegrad 1

Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Voraussetzung für Pflegegrad 2

Um die Leistungen des Pflegegrades 2 zu erhalten, muss eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vorliegen. Dazu sind bei der Begutachtung durch den MDK 27 bis unter 47,5 Punkte notwendig.

Voraussetzung für Pflegegrad 3

In den Pflegegrad 3 werden Menschen mit schweren Beeinträchtigungen in der Selbstständigkeit bzw. der Fähigkeiten eingestuft. Dies gilt erfüllt, wenn über das neue Begutachtungsinstrument bei der Begutachtung eine Punktzahl von 47,5 bis unter 70 Gesamtpunkte festgestellt wurde.

Voraussetzung für Pflegegrad 4

Um den Pflegegrad 4 zu erhalten, ist bei der Begutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse) eine Punktzahl von 70 bis unter 90 Punkte erforderlich. Dies entspricht einer schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Menschen.

Voraussetzung für Pflegegrad 5

Beim Pflegegrad 5 liegt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung vor.
Der Pflegegrad 5 wird erreicht, wenn bei der MDK-Begutachtung eine Gesamtpunktzahl von mindestens 90 erreicht wurde.
Beim Pflegegrad 5 gibt es jedoch eine Ausnahme: Wer eine besondere Bedarfskonstellation mit einem außergewöhnlich hohen Hilfebedarf und besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung hat, kann in den Pflegegrad 5 eingestuft werden, auch wenn er die erforderliche Gesamtpunktzahl in der Begutachtung nicht erreicht hat.

Beantragung

Gern beraten wir Sie bei der Beantragung, um dem Pflegebedüftigen die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Pflegetagebuch

In Vorbereitung auf die Beantragung der Pflege ist es ratsam (jedoch nicht vorgeschrieben), ein sogenanntes Pflegetagebuch zu führen. Hier werden über etwa zwei Wochen sämliche erbrachte Hilfestellungen für den Pflegebedürftigen notiert. Dabei sollten auch kleinste Details wie Zerkleinern der Mahlzeit oder Hilfe beim Aufstehen nicht vergessen und mit genauer Zeitdauer aufgeschrieben werden. So ist es für Sie und den Gutachter einfacher, die tatsächliche Bedürftigkeit einschätzen zu können.
Eine Vorlage für solch ein Pflegetagebuch können Sie beispielsweise bei der Verbraucherzentrale herunterladen. Auch die meisten Krankenkassen stellen Ihnen auf Nachfrage ein solches zur Verfügung.